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Kann nicht jeder:
ChirurgIn werden

Voraussetzung für eine chirurgische Laufbahn ist natürlich ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Medizin. Dieser Abschnitt wird offiziell als Ausbildung bezeichnet und endet nach der gegenwärtigen Approbationsordnung mit dem 3. Staatsexamen. Die Berufserlaubnis, die sog. Approbation, wird dann automatisch durch staatliche Institutionen, vertreten durch den Regierungspräsidenten erteilt.

Alle chirurgischen Fachrichtungen fordern in den ersten zwei Jahren eine gemeinsame und gleich strukturierte basischirurgische Weiterbildung, den sog. Common Trunk. Hier sollen die chirurgischen Grundlagen erlernt werden: das Management von Patienten auf einer chirurgischen Station, in der Ambulanz und auf der Intensivstation. Das operative Handwerk steht in dieser Phase der Weiterbildung noch nicht so im Vordergrund.

An den zweijährigen Common Trunk schließt sich die vierjährige Spezialisierung in einer der acht chirurgischen Säulen an (Special Trunk). Ein Jahr davon kann in einer anderen chirurgischen Säule oder in einer „assoziierten Disziplin“, z. B. Gastroenterologie bei Viszeralchirurgen, abgeleistet werden.

Abschluss: Mündliche Prüfung (Fachgespräch) durch Landesärztekammern.
Zusatzbezeichnungen sind spezielle Qualifikationen, die Ärzte in zahlreichen, in der Weiterbildungsordnung festgelegten Bereichen, erwerben können z. B. Spezielle Orthopädische Chirurgie, Proktologie etc.