Tipps zur Bewerbung – Chirurg-werden.de

Tipps, Tricks und Sie

Der erste Schritt auf der chirurgischen Karriereleiter ist die Bewerbung in einer Klinik. Im Bewerbungsgespräch eine gute Figur abzugeben, ist jedoch leichter gesagt als getan. Für einen guten Start gibt es hier deshalb ein paar wichtige Tipps – den Rest müssen Sie dann schon selbst machen.

Checkliste

Für die rational Veranlagten unter Ihnen gibt es eine praktische Checkliste für die wichtigsten Punkte: Bei welcher Klinik handelt es sich wirklich um ein weiterbildungsfreundliches Krankenhaus? Welche Klinik passt wirklich zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen? Diese Checkliste sollten Sie im Vorfeld Ihres Bewerbungsgespräches oder auch bei der Auswahl der Klinik bearbeiten.

Und überhaupt:

Es erleichtert die Entscheidung ungemein, zuvor ein paar wichtige Fragen mit sich zu klären

Was will ich?
Vor der Bewerbung steht natürlich die Meinungsbildung. ›Was will ich eigentlich?‹ ist die gar nicht so einfache Frage. Der spätere Beruf soll rundum passen, und dazu gehören in der Chirurgie natürlich auch Arbeitsumfang, Lebensstil und Verdienst.

Nehmen Sie Ihre Praktika ernst.

Beurteilen Sie neben dem Fach auch den Arbeitsalltag, die Patienten und Ihre Kollegen.

Prüfen Sie Ihre Interessen.

Studieneinsätze sind nicht nur Pflichtveranstaltung. Auch das schlechteste Praktikum hilft bei der Meinungsbildung.

Probieren Sie Ihr handwerkliches Können.

›Kann ich Blut sehen‹ reicht nicht aus. Chirurgie braucht jeden Tag sichere und geschickte Hände.

Hören Sie auf Ihr Herz.

Leidenschaft ist der wichtigste Motor im Berufsalltag und wird Sie sicher durch jedes Tal der Tränen tragen.

Wie komme ich an das Ziel Chirurgie?
Der Weg in die Chirurgie geht durchs Zimmer vom Chef. Das ist gar nicht so schwer, aber trotzdem gibt es ein paar Fettnäpfchen und No-Gos.

Schreiben Sie knackig und aussagekräftig.

Alles, was man sagen möchte, in eine Seite zu packen ist nicht leicht. Lassen Sie sich deshalb bei der Formulierung ausreichend Zeit – weniger ist meist mehr.

Zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite.

Wer seine Karriere ankurbeln will, braucht ein gutes Bewerbungsfoto.

Bieten Sie Leistung.

Auch wenn man als Berufsanfänger noch wenig auf der Habenseite stehen hat, punkten Sie mit all Ihren besonderen Qualitäten bei.

Erklären Sie sich.

Die wichtigste Frage im ersten Bewerbungsgespräch wird sich um das ›Warum?‹ drehen. Erklären Sie, warum Sie unbedingt Chirurg werden wollen.

Fordern Sie Leistung.

Jede Klinik wird sich in der Vorstellung von der besten Seite zeigen.  Gespräche mit Assistenten oder auch eine Hospitanz kann man durchaus einfordern.

Seien Sie offen.

Im Bewerbungsgespräch sind oft die ersten fünf Minuten entscheidend – und zwar für beide Seiten. Doch es gibt auch im Beruf die Liebe auf den zweiten Blick.

Wo ist die Chirurgie am schönsten?

Die Wahl der richtigen Klinik ist sicher schwer. Aber auch hier gibt es Kriterien, die einem die Entscheidung leichter machen können. Nur Mut!

Fragen Sie nach Details.

Der prozentuale Anteil an Weiterbildungs-OPs ist wichtig. Fragen Sie auch nach Logbuch, Rotationsplan, Intensivstation und Weiterbildungsgesprächen. Die sind alle Pflicht.

Erkennen Sie die Konkurrenz.

Es ist sicher hilfreich, die Struktur der Kollegenschaft zu kennen. Fragen Sie ausdrücklich, wer sich mit Ihnen im gleichen Ausbildungsstand bewegt.

Sprechen Sie mit Assistenten.

Ein Rundgang durch die Abteilung und das Krankenhaus lassen technische Ausstattung und Atmosphäre erkennen. Noch besser sind Kontakte zu den Assistenten.

Nutzen Sie die Hospitanz.

Eine Hospitanz über ein oder zwei Tage legt vieles offen, was in einem einfachen Gespräch verborgen bleibt. Bitten Sie um die Gelegenheit, die Klinik in der täglichen Praxis zu erleben.

Wie plane ich eine chirurgische Karriere?

Eine verlässliche Karriereplanung ist bei einer sechsjährigen Weiterbildungszeit sicher schwierig. Doch auch hier gibt es Orientierungspunkte, die helfen können.

Informieren Sie sich.

Grundlage jeder Facharztweiterbildung sind die Weiterbildungsverordnungen der Landesärztekammern, die im Internet einsehbar sind.

Entscheiden Sie sich.

ChirurgIn wird man im Krankenhaus, doch es gibt unterschiedliche Versorgungstypen. Der Arbeitsalltag in einer Universität oder einem Lehrkrankenhaus unterscheidet sich zum Teil erheblich.

Setzen Sie sich Ziele.

Niederlassung, Oberarzt und leitende Position stellen die beruflichen Endziele einer chirurgischen Karriere dar. Definieren Sie Ihre persönliche Vorstellung. Das erleichtert die erste Auswahl des Arbeitgebers.

Erzeugen Sie Transparenz.

Ein regelmäßig aktualisierter OP-Katalog und eine kritische Durchsicht der eigenen Lernfortschritte bieten eine objektive Leistungsbilanz.

Bleiben Sie flexibel.

Der aktuelle Arbeitsmarkt erlaubt Ihnen, die Versorgungsstufe jederzeit zu wechseln. Keine Entscheidung muss damit die letzte bleiben.

Ziehen Sie Konsequenzen.

Nicht jeder Deckel passt auf jeden Topf und nicht jeder Assistent zu jedem Chef. Wenn es nicht gut läuft, kann die Lösung auch mal ein Stellenwechsel sein. Scheiden tut dann gar nicht so weh.