Plastische und Ästhetische Chirurgie – Chirurg-werden.de

Dr. Arne Hendrik Böcker

Oberarzt Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Ludwigshafen

Plastische und Ästhetische Chirurgie

Mehr als Schönheitsoperationen

Im Vordergrund der Plastischen Chirurgie steht die Wiederherstellung und Verbesserung von erworbenen oder angeborenen Defekten, die Versorgung von Brandverletzungen, die Strukturwiederherstellung der Muskulatur und Haut nach Verletzungen und Operationen.

Die Plastische Chirurgie umfasst die Ästhetische Chirurgie genauso wie die rekonstruktive und Verbrennungschirurgie und übergreifend mit der Orthopädie/Unfallchirurgie die Handchirurgie. Auch die ästhetisch-plastische Chirurgie gehört dazu, ebenso wie die Nachbehandlung nach ästhetischen Operationen.

Einblick in das Berufsfeld Plastische Chirurgie

Interview mit Dr. Arne Hendrik Böcker
Oberartz, Ludwigshafen

Faszination Plastische und Rekonstruktive Chirurgie – was ist für dich das Beste am Fach?
Meine Promotion sollte eine experimentelle Arbeit sein und es sollte etwas Chirurgisches sein. Durch eine Doktorandenstelle, die beides vereinte, bin ich in die Plastische Chirurgie gekommen. Ich muss zugeben, dass ich vor meiner Promotion ein gänzlich anderes, vielleicht sogar falsches Bild der Plastischen und Rekonstruktiven Chirurgie hatte. Sie ist ein sehr faszinierendes Fach und extrem vielfältig. Die Breite des Spektrums hat mich überrascht und meine Erwartungen übertroffen. Man braucht selbst als Chirurg auch ein differenziertes Skillset – von filigranen bis flächigeren Eingriffen ist alles dabei. Das ist toll.

Aus heutiger Perspektive: Was würdest du deinem jüngeren Ich im Studium mitgeben?
Nutze die Zeit zum umfassenden Kennenlernen! Nie wieder wird es in der medizinischen Ausbildung so viel Freiheit geben, wie im Studium. Konkret heißt das bei mir, dass ich meine Famulatur in der Kardiologie gemacht habe, danach habe ich mir den gastroenterologischen Bereich angesehen. Im fünften Semester kam mit der Doktorandenstelle dann der Durchbruch und das Gefühl der Leidenschaft fürs Fach. Meine Empfehlung lautet daher: Am Ende des Studiums sollte man definitiv wissen, in welche Richtung es geht und was einen am meisten interessiert.

Hast du Tipps für die Zeit als Assistenzarzt/-ärztin?
Einen oder eine Mentor:in an seiner Seite zu haben, um immer wieder die eigenen Ziele zu überprüfen und Unterstützung bei der Reflektion der eigenen Arbeit zu erhalten. Man lernt aus erster Hand und bekommt oft weitsichtige Perspektiven, die für einen in dieser Phase noch nicht absehbar sind. Ich hatte das Glück, Menschen als Vorbilder in meinem direkten Umfeld zu haben, die mich immer wieder motiviert haben. Auch Kritik im Sinne des Mentorings hat oft weitergeholfen.