Gefäßchirurgie – Chirurg-werden.de

Prof. Dr. Christian Reeps

Bereichsleiter Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie, Dresden

Gefäßchirurgie

Höchste Präzision und feinste Nahttechniken

Die Gefäßchirurgie umfasst die operative Behandlung der Blutgefäße bei Erkrankung (Fehlbildung, Arterienverkalkung und Venenleiden) oder nach Unfall durch Anlegen von Gefäßbypässen oder Protheseneinlage.

Neben den operativen Eingriffen erlernt man als GefäßchirurgIn auch die instrumentellen Untersuchungsmethoden zur Diagnostik und Beurteilung des Gefäßzustandes. Zum Aufgabengebiet gehören die arteriellen Verschlusskrankheiten wie auch Gefäßmissbildungen und Krampfaderleiden. GefäßchirurgInnen müssen große Rohrprothesen für die Hauptschlagadern in Brust und Bauch, aber auch kleinste Bypässe am Fuß legen können. Höchste Präzision und feinste Nahttechniken zeichnen sie ebenso aus, wie eine exakte Indikationsstellung.

Auf ein Wort mit Prof. Dr. Christian Reeps …

Prof. Dr. Christian Reeps
Bereichsleiter Gefäß-und endovaskuläre Chirurgie, Dresden

Warum Gefäßchirurgie?
Dass ich in der Gefäßchirurgie landen würde, war keineswegs abzusehen. Während des Studiums hatte ich anfangs, wie viele jungen Männer eher die Unfallchirurgie und später die Allgemeinchirurgie im Visier, bis sich dann im Rahmen des Praktischen Jahrs eine sehr attraktive freie Stelle in der Gefäßchirurgie auftat – und diese fasziniert und füllt mich bis heute aus. Was mich daran so fasziniert? Es ist vor allem die große Bandbreite von konventionellen offen operativen und endovaskulären Techniken und die Tätigkeit in fast allen Körperregionen, die ich an meinem Fachgebiet liebe. Besonders bei Patientinnen und Patienten mit komplexem Planungsaufwand ist die Herausforderung groß, aber gerade dann wird mir immer wieder bewusst wie herausragend die Gefäßchirurgie ist.

Und Familie?
Ich habe zwei Kinder. Mittlerweile sind sie zwar schon aus dem Gröbsten raus, aber ohne die volle Rückendeckung meiner Frau und gute Planung hätte ich meinen beruflichen und akademischen Weg mit meiner Familie nicht so gut vereinbaren können. Wie sagt man so schön: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Ich glaube aber auch, dass es für alle berufstätigen Eltern eine Herausforderung ist, den Spagat zwischen Job und Familie hinzubekommen. Planung und der individuelle Einsatz ist eben alles – genau wie in der Gefäßchirurgie. Meine Familie ist natürlich auch oft Ablenkung für mich, um Arbeit Arbeit sein zu lassen. Man glaubt es kaum, aber Zeit für Hobbys bleibt dann sogar auch: Ich zum Beispiel finde am besten beim Hundesport Abwechslung zum Klinikalltag.

Copyright Foto Prof. Dr. Ch. Reeps: Uniklinikum Dresden/Christoph Reichelt